Auf Radreise: Warum Belgien für Überraschungen sorgt

Shownotes

Bike-Events, Radreise und ehrliche Fahrradberatung

Wie fühlt sich eine Radreise durch drei Länder an? Warum begeistert die Infrastruktur in Belgien und den Niederlanden so sehr? Diese Episode nimmt dich mit zum Bike Navy, auf eine Gravelreise durchs Dreiländereck und gibt Einblicke in Besorgnis erregende Entwicklungen in der Bikebranche.

Freu dich auf diese Themen:

  • Rückblick auf das Bike Navy und Ausblick auf 2027
  • Radreise durch Deutschland, Belgien und die Niederlande
  • S-Pedelecs, Radwege und spannende Unterschiede zu Deutschland
  • So erkennst du eine gute Fahrradberatung
  • Fahrrad-Highlight: Das Stevens Aviolo 5.2

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00:00:03: Speaker So, Bike Nevi ist vorbei.

00:00:05: Speaker Ich habe die Fotos gesehen, Berlin.

00:00:07: Speaker Fantastische Fotos.

00:00:08: Speaker Ich bin ja Freitag noch da gewesen, Samstag bin ich leider bei der Ausfahrt nicht dabei gewesen und Sonntag war ich ja schon in Innsbruck.

00:00:16: Speaker Du bist aber dabei gewesen, ich habe nur die Fotos gesehen.

00:00:18: Speaker Wenn ich die Fotos so sehe, also ganz tolle Aufnahmen, ganz tolle Sportler, wirklich tolle Wettkämpfe.

00:00:26: Speaker Du warst dabei, du hast auch einen Wettkampf gemacht, ne?

00:00:28: Speaker Ja, also wir hatten ja auch einen tollen Fotografen dabei.

00:00:31: Speaker Da können die Fotos ja auch nur gut werden.

00:00:34: Speaker Genau, ich war auch dabei.

00:00:35: Speaker Also ich war ja Freitag nur so sporadisch im Laden und habe geguckt und war ein bisschen so am Gucken dabei.

00:00:41: Speaker Bin aber die Tour selber nicht mitgefahren.

00:00:43: Speaker Da war ich aber schon beeindruckt, wie viele Menschen da waren.

00:00:46: Speaker Ja, Freitag hier im Laden, da war wirklich die Hölle los.

00:00:48: Speaker Also es waren gar nicht so viele, wie wir mal ursprünglich angenommen hatten.

00:00:51: Speaker Dann hätten wir es auch nicht im Laden, sondern alles davor gemacht.

00:00:55: Speaker Aber so war es wirklich viel, sodass immer noch eine Menschentraube vor dem Laden stand, aber ganz viele auch bei uns im Cycle-Café, in der Cycle-Lounge waren.

00:01:05: Speaker Und der erste, der reinkam, war, glaube ich, Jens Vogt und der hat seine Fahrt erstmal zur Reparaturannahme gegeben.

00:01:10: Speaker Ja, und ich glaube, Peter Rosner, der hat sich dann noch eine Radberatung gegönnt.

00:01:15: Speaker Also das war wirklich, ja, die ist nachher noch, oder eine Zubehörberatung, auf jeden Fall waren die nachher noch in der Radsportecke und bei den Bekleidungsartikeln.

00:01:23: Speaker Das war schon sehr, sehr cool.

00:01:24: Speaker Also wenn ihr mal wissen wollt, wie das ausgesehen hat, da an dem Freitag bei uns im Laden, da gibt es bei Instagram ein Reel, das könnt ihr euch angucken.

00:01:31: Speaker War auf jeden Fall mega.

00:01:33: Speaker Ja und am Samstag ist KORE denn noch die Kette Rechts Tour mitgefahren, das weiß ich.

00:01:38: Speaker Das war, glaube ich, eine schöne sportliche Tour, die haben ordentlich Gas gegeben, war ganz gut, glaube ich.

00:01:42: Speaker Ja, das habe ich auch so gehört und am Sonntag bin ich selber im Viererteam gefahren, also drei plus Sternchen, sage ich jetzt mal, also wir waren drei Mädels und ein Star und ja, das hat auch Spaß gemacht.

00:01:54: Speaker Wer war euer Star?

00:01:55: Speaker Petra Rosner.

00:01:57: Speaker Ah, alles klar.

00:01:58: Speaker Die hat auch nicht Gas gegeben und euch gezogen oder habt ihr gleichberechtigt geführt?

00:02:02: Speaker Ich würde sagen, wir haben gleichberechtigt geführt.

00:02:04: Speaker Also das Gute war, Petra ist mal gegen den Wind gefahren und wir haben dann die anderen Strecken bekommen.

00:02:09: Speaker Sehr gut.

00:02:10: Speaker Und ihr seid zufrieden mit eurer Leistung?

00:02:11: Speaker Ihr seid Sieger geworden?

00:02:13: Speaker Ja, es war auch nicht so schwer.

00:02:14: Speaker Konkurrenzlos.

00:02:15: Speaker Kein Gegner, ne?

00:02:15: Speaker Konkurrenzlos.

00:02:17: Speaker Ja, klar, dass die Mädels gewinnen.

00:02:20: Speaker Ja, wir hatten ja auch noch einen Kunden, der hat im Zweierteam mit André Greipel, war das, glaube ich.

00:02:25: Speaker Mit André Greipel ist er gefahren, ja.

00:02:27: Speaker Den hattest du ja auf dem Rad noch, also nicht André Greipel, sondern Torben und hast ihn mal so ein bisschen gefragt, wie die Erfahrung für ihn war.

00:02:33: Speaker Und wenn euch das interessiert, was er sagt, dann geht auch hier mal auf Instagram.

00:02:37: Speaker Das Reel ist heute online gegangen.

00:02:39: Speaker Und schaut euch das mal an.

00:02:40: Speaker Also ich glaube, das ist schon eine coole Erfahrung, mit Stars zusammen fahren zu können.

00:02:44: Speaker Ja, dann erzählt Torben nämlich ziemlich genau, wie beeindruckend das ist mit einem Radprofi.

00:02:50: Speaker Also André Heilpil ist ja quasi fast noch Radprofi, ist ja noch gar nicht lange vom Rad runter.

00:02:55: Speaker Wie beeindruckend das ist, mit so einem Menschen mal zu fahren.

00:02:58: Speaker Ja, bei den Anmeldezahlen war es ja dieses Jahr nicht so super prickelnd.

00:03:02: Speaker Also irgendwie, du hattest das schon mal erwähnt.

00:03:05: Speaker Ich glaube, wir sind alle nicht ganz zufrieden damit, wie viele Menschen oder wie viele nicht mitgemacht haben.

00:03:11: Speaker Deswegen würde ich sagen, lass uns doch mal das Datum für nächstes Jahr schon mal jetzt nennen, dann kann sich das jeder schon im Kalender ankreuzen und vielleicht passt das ja in deinen Cuxhaven-Urlaub oder du kommst deswegen extra vorbei, kommst mit deinen Kindern vorbei.

00:03:23: Speaker Gerade die Kinderveranstaltungen waren wirklich extrem gut besucht, die Kinder haben richtig Spaß da mal auf dem Flughafen, auf der Landebahn zu fahren.

00:03:31: Speaker Von daher 25. bis 27.

00:03:31: Speaker Juni 2027 startet das nächste Bike Navy.

00:03:38: Speaker Und gerade die Ausfahrten, die Social-Ausfahrten, die Kette Rechtsausfahrt, superschöne Aktionen, einfach mal um die Cuxhaven kennenzulernen, um hier ein bisschen rumzufahren und um auch die Radprofis zu treffen, denn die Chance hast du sonst nie oder sehr selten.

00:03:55: Speaker Marleen, ich habe gesehen auf meinen Verfolgerkarten, du bist im Westen unterwegs gewesen, Holland, Belgien?

00:04:01: Speaker Ja.

00:04:01: Speaker Erzähl mal, wie war es?

00:04:02: Speaker Also du bist Rad, hast eine Radreise gemacht, bist du Rad gefahren oder Sport oder Radreise, was war es?

00:04:07: Speaker Nee, ich habe tatsächlich mal dreieinhalb Tage Urlaub gemacht.

00:04:12: Speaker Ich war mit meinen Mädels unterwegs, also wir waren zu dritt, haben unsere Gravelbikes gepackt mit Bikepacking-Taschen und sind dann mit dem Zug bis nach Aachen gefahren und haben dann das Dreiländereck unsicher gemacht.

00:04:22: Speaker Also man war am ersten Tag in drei Ländern mit dem Fahrrad.

00:04:25: Speaker Also Deutschland, Niederlande, Belgien?

00:04:27: Speaker Genau.

00:04:28: Speaker Okay.

00:04:30: Speaker Alles klar.

00:04:30: Speaker Und ihr wart am ersten Tag in allen drei Ländern gewesen?

00:04:34: Speaker Ja.

00:04:34: Speaker Wie viele Kilometer?

00:04:36: Speaker Wir sind gestartet mit 127, 128 Kilometern.

00:04:38: Speaker Ja, okay, da kann man ja auch drei Länder ganz gut schaffen.

00:04:42: Speaker Da ist man in jedem Land auch ein bisschen unterwegs.

00:04:43: Speaker Also du wusstest auch nie, in welchem Land du gerade bist.

00:04:45: Speaker Also du wusstest, klar, Deutschland bist du gestartet, aber dann haben wir uns an der holländisch-belgischen Grenze quasi hochgehangelt.

00:04:52: Speaker Und es war immer so, du hast nie gemerkt, in welchem Land bist du gerade.

00:04:55: Speaker Nur das Handy ist ein bisschen eskaliert zwischen, herzlich willkommen in der EU, Ihre Notfallnummer.

00:05:01: Speaker Ja, das macht das Handy dann immer, das stimmt.

00:05:04: Speaker Ich habe gestern Tour de France geguckt und da war es auch so, dass sie von Spanien nach Frankreich gefahren sind.

00:05:09: Speaker Man hat überhaupt nicht gesehen, wo die Grenze ist.

00:05:11: Speaker Und da sagt ja der Reporter noch, wie schön das ist, dass man keine Grenzen mehr sieht.

00:05:15: Speaker Das ist natürlich beim Radfahren, stell dir mal vor, früher überall waren da die Schlagbäume, du hättest jedes Mal Pässe raus, Kontrolle.

00:05:21: Speaker Um Gottes Willen.

00:05:23: Speaker Dann wäre diese ganze Region überhaupt gar nicht mehr erlebenswert und Radfahrwert.

00:05:27: Speaker Also es ist gar nicht...

00:05:29: Speaker Gar nicht hoch genug anzurechnen, dass wir den Schengen-Raum so haben, wie er ist.

00:05:33: Speaker Ja, nee, das war wirklich angenehm, dass man da eben auf nichts achten musste.

00:05:38: Speaker Aber auch landschaftlich total toll.

00:05:40: Speaker Also du hast an der Grenze selber keinen Unterschied zwischen den Ländern gemerkt.

00:05:43: Speaker Okay, und landschaftlich toll, weil Berge, Flüsse, Seen, was war das Schönste?

00:05:49: Speaker Am ersten Tag eine richtig wahnsinnig schöne Brücke.

00:05:54: Speaker Eine Brücke ist ja das, ist ja dein Highlight.

00:05:55: Speaker Ja, die schlängelte sich so über ein riesengroßes Gewässer und dann im Hintergrund war Wald und du bist quasi in Schlangenlinien über diese wasserhafte Brücke gefahren und bist direkt im Wald gelandet und das war das absolute Highlight.

00:06:07: Speaker Hört sich auf jeden Fall gut an.

00:06:08: Speaker Eine Brücke, die sich schlängelt, ist ja sowieso, eine Brücke würde man ja denken, baut man immer gerade, aber es gibt ja mittlerweile mehrere Brücken, die sich so ein bisschen durch die Gegend schlängeln.

00:06:16: Speaker Ja.

00:06:17: Speaker Ja, okay, alles klar.

00:06:19: Speaker Was waren deine Eindrücke vom Fahren her, so vom Wegenetz, das wollte ich fragen, vom Wegenetz?

00:06:27: Speaker Ja, also Niederlande ist ja bekannt.

00:06:31: Speaker Ich liebe die Niederlanden und da Fahrrad zu fahren.

00:06:34: Speaker Die Infrastruktur ist einfach genial.

00:06:35: Speaker Also ob du jetzt in der Stadt fährst oder über Land.

00:06:38: Speaker Wir waren jetzt, als wir in den Niederlanden selber gefahren sind, recht ländlich unterwegs.

00:06:42: Speaker Also wir haben außer Maastricht nicht viele Städte gekreuzt.

00:06:48: Speaker Und trotzdem war das Wegenetz super.

00:06:50: Speaker Und was mich überrascht hat, ich hatte Belgien nie so richtig als Fahrradland auf dem Schirm.

00:06:57: Speaker Und zumindest in der Region, die so der niederländischen Sprache ähnlich ist, hast du auch gemerkt, dass das Radwegenetz sich sehr an den Niederlanden orientiert.

00:07:08: Speaker Also es war...

00:07:09: Speaker Irre gut ausgebaut.

00:07:10: Speaker Wir sind am zweiten Tag nach Antwerpen gefahren.

00:07:12: Speaker Da hatte ich einen kleinen Kulturschock, aber positiv, weil ich so überwältigt war vom Radwegenetz und vor allem auch von dem hohen Radverkehrsanteil.

00:07:21: Speaker Okay, Adverben ist ja auch schon eine richtig große Stadt, aber trotzdem Radfahren gut da?

00:07:27: Speaker Ja, Wahnsinn.

00:07:27: Speaker Also ich muss sagen, ich habe mich am Anfang ein bisschen erschrocken.

00:07:30: Speaker Ich habe kurz vor Adverben so die ersten zwei, drei S-Pedelecs gesehen und war so überrascht, weil ich in Holland, glaube ich, noch nie eins gesehen habe und in Deutschland...

00:07:40: Speaker Siehst du mal eins, wenn du stark darauf achtest, aber da war das wirklich so Schlag auf Schlag und ich habe mir dann am Anfang nichts dabei gedacht und dann sind wir nach Antwerpen rein und die Radwege waren quasi wie eine zweispurige Autobahn.

00:07:54: Speaker Rechts hast du dich gehalten, wenn du mit einem Bio-Bike unterwegs warst oder einem normalen E-Bike und links sind die S-Pedelecs an dir vorbeigerauscht.

00:08:02: Speaker Okay, das heißt also, da gab es wirklich viele S-Pedelecs?

00:08:04: Speaker Super viele S-Pedelecs, das war das Radschnellwege mit teilweise einigen Radwegen, die wurden Tempolimit ausgezeichnet war und das hat aber total, also am Anfang war das echt ein bisschen überwältigend, weil du nicht wusstest, okay krass, das ist hier jetzt ein ganz schön schnelles Tempo.

00:08:19: Speaker Vor allem, weil ich nicht vorbereitet darauf war, dass da so viele S-Pedelecs unterwegs sind.

00:08:23: Speaker Und zum Schluss hat man aber gemerkt, dass es einfach eine eingespielte Stadt, also es funktioniert.

00:08:27: Speaker Und ja, dann habe ich recherchiert und gemerkt, die S-Pedelecs dürfen da offiziell auf den Radwegen fahren.

00:08:34: Speaker Okay, die SPLX fahren offiziell auf den Radwegen.

00:08:36: Speaker Das macht natürlich einen riesen Unterschied in der Nutzung.

00:08:38: Speaker Das sehe ich ein, weil wenn du Radwege fahren darfst, das würde auch bei uns in Deutschland, glaube ich, viele dazu verleiten.

00:08:48: Speaker Ne, verleiten ist das falsche Wort.

00:08:49: Speaker Das würde viele dazu bringen, vielleicht das SPLX doch zu nutzen, weil ich höre öfter, ach nee, ich muss dann auf der Straße fahren, das will ich nicht, da fühle ich mich nicht sicher.

00:08:57: Speaker Ich würde ja auch gerne Radwege fahren und deswegen kaufen sie das SPLX nicht.

00:09:02: Speaker Finde ich ja natürlich eine super Lösung und wahrscheinlich auch der Blick in die Zukunft.

00:09:06: Speaker Wir müssen das, glaube ich, auch in Deutschland machen.

00:09:09: Speaker Im Augenblick habe ich ja eher ein anderes Problem, dass eben nicht die S-Peletics, das sind ja Kraftfahrzeuge, alle haben eine Zulassung, sondern die Fahrzeuge, die eigentlich als Fahrräder gelten,

00:09:24: Speaker Gerade in der Leistung, Motorenleistung und sowas, so ein Wettrüsten hinlegen, wo ich mich in den Kopf fasse und denke, das kann doch nicht wahr sein, das ist doch mit Sicherheit nicht der richtige Weg.

00:09:33: Speaker Du meinst jetzt bei ganz normalen Pedelecs, die 25 kmh fahren?

00:09:38: Speaker Genau, ganz normale Pelletix, die 25 kmh fahren.

00:09:40: Speaker Ich weiß nicht, ob du das schon mitgekriegt hast hier als Hörer, wie weit du da in der Szene drin bist, aber eigentlich war immer so die Obergrenze bei den Motoren 100 Newtonmeter und jetzt sind irgendwelche chinesischen Hersteller gekommen, die haben jetzt auf 120 und jetzt wird noch fantasiert von noch mehr.

00:09:58: Speaker Leistung, auch Bosch hat jetzt nachgezogen mit 120 Newtonmeter.

00:10:02: Speaker Man muss sich dann mal vorstellen, diese 120 Newtonmeter sind mehr als so ein 100 PS Motorrad auf die Straße bringt.

00:10:10: Speaker Ich weiß nicht, wofür sowas notwendig sein soll, aber im Augenblick scheint es so, als wenn sich viele Motorenhersteller eben über diese Leistung versuchen zu definieren und sagen, naja, wir sind die stärksten und tollsten.

00:10:25: Speaker Ganz egal, ob irgendjemand so eine Leistung braucht oder nicht.

00:10:28: Speaker Ich finde das ganz schön krass, weil wenn man wirklich mal auf einem E-Bike gesessen hat und eins, was auch bei 25 abriegelt, ich finde das immer super frustrierend, wenn das nach vorne schießt mit Vollpower und dann auf einmal abriegelt, weil schon die 25 erreicht sind.

00:10:43: Speaker Weil es wird anstrengend und ich persönlich finde das Fahrerlebnis viel, viel angenehmer, wenn das

00:10:49: Speaker eher eine leichte Unterstützung ist, die mich trotzdem unterstützt, aber wo ich den Übergang quasi nicht so merke, wenn ich dann bei 26 oder 27 lande, als wenn das abrupt abriegelt, was ja wahrscheinlich bei über 100 Newtonmeter der Fall wäre, von meinem Denken her.

00:11:06: Speaker Ich bin jetzt kein Physiker, aber so stelle ich mir das vor.

00:11:10: Speaker Da verstehe ich den Mehrwert nicht.

00:11:11: Speaker Also das ist ja so ein bisschen so wie, keine Ahnung, Tempolimit auf der Autobahn.

00:11:15: Speaker Meine Karre kann 380 kmh fahren, aber ich kann sie eh nicht fahren.

00:11:19: Speaker Ja, also ehrlich würde ich das auch sehen, aber klar, also einige sagen, beim Mountainbike brauche ich das, damit ich die Berge hochkomme.

00:11:26: Speaker Also berghoch kann es schon sein, dass man 80 oder 90 Newtonmeter irgendwie oder auch 100 Mal braucht, um da wirklich im Schwung zu bleiben.

00:11:33: Speaker Wir haben ja den Vergleich gemacht im Harz, wo ich mit 60 Newtonmeter dem Leicht-Fully gefahren bin, im Vergleich zu 120 Newtonmeter mit Bosch-Motor.

00:11:46: Speaker da kommst du nicht hinterher bei den Steigungen.

00:11:48: Speaker Das ist so.

00:11:48: Speaker Aber ist das auch wirklich das Ausschlaggebende, dass man so möglichst extrem schnell berghoch fährt?

00:11:54: Speaker Oder ist es halt vielleicht viel schöner, dass man einfach hochkommt mit wenig Anstrengung oder mit der passenden Anstrengung und dann eben einfach schön Rad fahren kann?

00:12:03: Speaker Ich glaube,

00:12:05: Speaker Und ich hoffe, dass auch bei den Kunden da nochmal ein bisschen wieder Verstand einsetzt.

00:12:10: Speaker Ich hoffe, dass die Hersteller dieses Wettrüsten nicht weiter treiben, denn die Befürchtung ist ja eindeutig da.

00:12:17: Speaker Wir sind in unserer Fahrradwelt unterwegs und wir glauben eigentlich, alle wollen E-Bikes, wollen Fahrrad fördern und es soll mehr werden.

00:12:27: Speaker Aber es gibt, glaube ich, ganz, ganz viele Menschen,

00:12:29: Speaker die das Fahrrad am liebsten abschaffen würden.

00:12:31: Speaker Und so ein Wettrestenrüsten bei den Motoren ist das Einfallstor dafür zu sagen, ab jetzt müssen alle Fahrräder zugelassen werden, ab jetzt ist Versicherungshelmpflicht, Straßenbenutzungspflicht, was auch immer.

00:12:44: Speaker Es gibt ja dann ganz viele Möglichkeiten, das zu regulieren.

00:12:47: Speaker Und ich glaube, das ist eine ganz, ganz große Gefahr.

00:12:50: Speaker Die Pedelecs, wie sie sind, sind völlig okay, bis 25 Stundenkilometer, bis 100 Newtonmeter, da kann man wirklich alles mitmachen und wie du schon sagst, man muss ja gar nicht in wenigen Sekunden auf die 25 kommen, das kann doch auch einen kleinen Augenblick länger dauern.

00:13:07: Speaker Ich finde es eine besorgniserregende Entwicklung und hoffe ein bisschen auf den Verstand der Nutzer, der Verkäufer.

00:13:18: Speaker Bei den Herstellern ist wahrscheinlich schon Hopfen und Malz verloren.

00:13:22: Speaker Wobei es ja auch einen Trend gibt, der zu den urbanen Sachen geht, also zu leichten E-Bikes.

00:13:27: Speaker Vielleicht der Appell hier an Händler, die zuhören, entwickelt da weiter dran.

00:13:32: Speaker Ich finde das gut.

00:13:34: Speaker Ja, also leichte, das ist ein toller Trend, finde ich auch.

00:13:39: Speaker Und bei den Fahrradhändlern ist es, ja, man muss einfach mal die Kunden auch fragen, was die denn wirklich haben wollen.

00:13:46: Speaker Also ich habe noch keinen erlebt, der reinkommt und sagt, ich brauche 120 Nm.

00:13:51: Speaker Also ich glaube, das wäre so, in meinem Verständnis wäre das so die Zielgruppe der Motorradfahrenden, die man anspricht, weil das quasi der Ersatz für ein Motorrad wäre.

00:14:01: Speaker Aber ich glaube, wer Motorrad fahren will, der fährt halt auch einfach Motorrad.

00:14:05: Speaker Ja, ich glaube auch, dass die, die so, die dann noch mehr, also es gibt ja auch elektrische Motorräder, die kann man dann ja auch fahren, also dann ist ja alles klar, dann mach doch das.

00:14:14: Speaker Klar darfst du dann nicht mit im Wald fahren und natürlich darfst du dann nicht da fahren, wo Fahrradfahrer fahren, aber eben diese Beschränkung, dass wir dann auch nirgendwo mehr fahren dürfen als Radfahrer, die steht zumindestens ja im Raum, die Gefahr ist da.

00:14:28: Speaker Wenn du jetzt aber nochmal Beschränkungen sagst und wir nochmal wieder zur Radreise zurückkommen, da war ich tatsächlich überrascht, dass das so ein ausschlaggebendes Kriterium ist mit den Radwegen.

00:14:37: Speaker Also es gibt ja drei wesentliche Beschränkungen beim S-Pedelec, das ist die Helmpflicht, die Kennzeichenpflicht und die Radwegepflicht hier in Deutschland.

00:14:44: Speaker Und ja, ich selber bin ja auch S-Pedelec gefahren und habe mein S-Pedelec auch irgendwie mit abgeschafft, weil ich auf Radwege fahren müsste.

00:14:53: Speaker Aber ich hätte nicht gedacht, dass das so eine Zündung ist, dass der Radverkehrsanteil an S-Pedelecs so rapide zunimmt, wenn das auf einmal nicht mehr ist, weil du hast quasi keine normalen E-Bikes mehr gesehen, außer vielleicht so die Lastenräder, die noch normal motorisiert gefahren sind.

00:15:09: Speaker Und trotzdem höre ich das Argument beim Kauf von S-Pedelecs oder beim Nichtkauf von S-Pedelecs am häufigsten, ich muss dann ja auf dem Radweg, darf dann nicht mehr auf dem Radweg fahren.

00:15:19: Speaker Also offensichtlich ist das wirklich das entscheidende Kriterium.

00:15:24: Speaker Also Helm und Versicherung, das kann es nicht sein bei S-Pedelecs.

00:15:27: Speaker Also wer bei 45 keinen Helm aufsetzt, das ist das entscheidende Kriterium.

00:15:31: Speaker Das ist dann, okay, anderes Thema, aber das ist es glaube ich nicht.

00:15:35: Speaker Okay, aber außer, dass da so viele S-Pedalics rumgeflitzt sind, sagst du, war auch die Infrastruktur gut.

00:15:41: Speaker Wie war es denn da in Belgien landschaftlich?

00:15:43: Speaker Auch sehr schön.

00:15:44: Speaker Wir hatten viel Wald und viel Heidelandschaft, was auch ein bisschen Sand beinhaltete.

00:15:50: Speaker Ihr wart ja auch mit Gravel unterwegs, dann könnt ihr auch Sand fahren, oder?

00:15:52: Speaker Ja, das war schon eher Düne.

00:15:55: Speaker Das war schon nicht mehr fahrbar, aber es waren auch nur 400 Meter, das haben wir dann eben geschoben.

00:15:59: Speaker Aber ansonsten war es wirklich sehr amüsant.

00:16:01: Speaker Der Wind war unser stetiger Begleiter, also die ersten zwei Tage hoch.

00:16:05: Speaker An der Grenze waren mit Gegenwind geprägt und zurück ging es dann tatsächlich auch, als wir von Antwerpen nach Lüttich gefahren sind.

00:16:14: Speaker Ich glaube, 800 Höhenmeter hoch, also für gefühlte Flachlandregionen, hätte ich jetzt gesagt, war es schon viel, aber man kam dann ja auch wieder in die Region der Eifel, da ging es dann hoch.

00:16:28: Speaker Aber es war wirklich schön, also wir hatten 25 Grad, wir hatten Sonnenschein, wir hatten ganz kurz einen kleinen Schauer.

00:16:33: Speaker Aber ansonsten ja auch landschaftlich schön, bis wir auf einmal so eine Grenze hatten, wo wir dachten, sind wir jetzt in Frankreich?

00:16:40: Speaker Wir sind doch eigentlich nach Deutschland gefahren, Richtung Deutschland.

00:16:43: Speaker Warum ist hier jetzt alles auf Französisch?

00:16:46: Speaker Also es war so ganz abrupt, als wenn da eine Grenze gewesen wäre und in Frankreich warst, ohne in Frankreich gewesen zu sein.

00:16:53: Speaker Okay, aber haben wir ja schon festgestellt, Grenzen sieht man ja gar nicht mehr in Europa.

00:16:57: Speaker Wart ihr in Frankreich?

00:16:58: Speaker Nee, ihr wart wahrscheinlich in der französischsprachigen Belgien.

00:17:02: Speaker Genau, wir waren in der französischsprachigen Belgien, also kurz vor Lüttich, so 40 Kilometer fing das an, dass die Straßenschilder auf Französisch waren und die Menschen auch Bonjour gesagt haben.

00:17:13: Speaker Das war schon sehr befremdlich.

00:17:15: Speaker Und dann habe ich recherchiert, also ich muss sagen, ich habe mich null informiert über Belgien.

00:17:18: Speaker Belgien war für mich immer ein Land, das so unterm Radar lief.

00:17:23: Speaker Ich habe mal irgendwann gehört, dass man da auch irgendwie eine zweite Sprache Französisch spricht, aber das war irgendwie so weit in meinem Kopf, ganz hinten, dass ich das nicht mehr auf dem Zettel hatte.

00:17:32: Speaker Und im Zug habe ich dann recherchiert und das ist tatsächlich irgendwie so ein zweigeteiltes Land.

00:17:36: Speaker Also du hast die nördliche Hälfte, die sich an die Niederlanden orientiert und eine südliche Hälfte, die sich halt eben an Frankreich orientiert und gefühlt existiert da kein Radverkehr.

00:17:48: Speaker Also ich habe in meinem Leben noch nie so viel Angst beim Radfahren gehabt, als die letzten 40 Kilometer nach Lüttich.

00:17:54: Speaker Okay, also im gleichen Land eine völlig unterschiedliche Situation.

00:17:57: Speaker Ja, also das war wirklich wie zweigeteilt.

00:18:01: Speaker Ja, ist erstaunlich.

00:18:02: Speaker Also die Dienerländer haben ja schon seit den 50er Jahren aufs Fahrrad gesetzt, haben ja auch selber keine Autoindustrie gehabt.

00:18:09: Speaker Da ist es dann ein bisschen leichter, glaube ich, aufs Fahrrad zu setzen, als wenn man seine eigene Industrie vernachlässigt.

00:18:15: Speaker Frankreich, große Autonation, große Autobauer, haben immer aufs Auto gesetzt und das wirkt bis heute nach.

00:18:22: Speaker Das ist verrückt.

00:18:23: Speaker Ja, das ist wirklich verrückt.

00:18:25: Speaker Also da denkt man echt, dass es ein Land ist und das alle irgendwie an einem Strang ziehen, aber gar nicht.

00:18:31: Speaker Ja, also innerhalb von so kurzen Distanzen so ein krasser Kulturunterschied ist wirklich verrückt.

00:18:37: Speaker Und dass man das dann so merkt beim Radfahren, dass man denkt, hier ist eine Grenze, also obwohl da gar keiner ist, denkt man, da ist eine Grenze, ist schon erstaunlich, beeindruckend.

00:18:47: Speaker Ja, aber dafür war es dann wieder in Deutschland schön.

00:18:49: Speaker Also wir sind dann von Lüttich mit dem Zug nach Dortmund gefahren, was auch eine Oberkatastrophe war, weil im Ruheport gerade der Nahverkehr absolut unterirdisch ist.

00:18:58: Speaker Definieren wir gerade bitte.

00:19:00: Speaker Also was heißt, seit zehn Jahren?

00:19:03: Speaker Das weiß ich jetzt nicht.

00:19:04: Speaker Ich habe es auf jeden Fall jetzt das zweite Mal in diesem Jahr festgestellt, dass ich den Ruheport in Zukunft meiden werde, was den Zugvorkehr angeht.

00:19:11: Speaker Also Zugfahren da lang ist Katastrophe.

00:19:13: Speaker Ich habe noch nie einen Zug erwischt, der auch nur annähernd pünktlich war.

00:19:17: Speaker Wir sind, glaube ich, nachts um zwei im Hotel in Dortmund angekommen, statt 23 Uhr.

00:19:20: Speaker Also es war wild, auch die Menschen da waren wild.

00:19:25: Speaker Aber dafür war die Radtour dann von Dortmund nach Münster wieder schön.

00:19:29: Speaker Da sind wir dann noch gefahren.

00:19:30: Speaker Ja, da sind wir wieder in Bereichen, die ich kenne.

00:19:32: Speaker Also ich bin von Münster nach Dortmund gefahren, aber ja, das kenne ich auch.

00:19:36: Speaker Das ist auch, das ist schön.

00:19:38: Speaker Das ist natürlich sehr flach.

00:19:39: Speaker Aber auch schöne Bahntrassen.

00:19:41: Speaker Das ist doch was für dich.

00:19:42: Speaker Ja, genau.

00:19:42: Speaker Bahntrassen.

00:19:43: Speaker Da ist alle.

00:19:44: Speaker Also da gibt es wirklich alles.

00:19:45: Speaker Das sind tolle Wege.

00:19:47: Speaker Das ist dann, bist du ja auch wirklich im Fahrradfahrgebiet.

00:19:51: Speaker Bist du bei Hase vorbeigefahren?

00:19:53: Speaker Waltrop?

00:19:54: Speaker Nicht, dass ich wüsste, nee.

00:19:55: Speaker Muss relativ dicht gewesen sein, glaube ich.

00:19:57: Speaker Das kann sein.

00:19:57: Speaker Ich hatte das aber nicht auf dem Schirm.

00:19:59: Speaker Also es sind so einige Sachen, das waren, glaube ich, auch... Ist Waltrop da nicht auch... Ja, auch...

00:20:05: Speaker Ja, nee, ich habe da einiges nicht auf dem Zeitpunkt gehabt.

00:20:07: Speaker Ich bin einfach nur gefahren.

00:20:08: Speaker Wir wollten nach Hause.

00:20:09: Speaker Wir wollten dann nach Hause, ja.

00:20:11: Speaker Das waren kurze Nächte.

00:20:13: Speaker Verstehe ich auch.

00:20:14: Speaker Manchmal ist das ja auch so bei den Radreisenden.

00:20:15: Speaker Es ist ja auch schon schön, dass man einfach nur guckt, was auf der Strecke liegt und nicht noch links und rechts zehn Kilometer.

00:20:21: Speaker Klar, da sind da manchmal Highlights, aber dann lässt man die einfach mal liegen.

00:20:25: Speaker Das Radfahren an sich, die Strecke an sich ist ja auch schon schön genug.

00:20:28: Speaker Ja, und man hat sich ja schon Highlights auf der Strecke rausgesucht.

00:20:30: Speaker Und ich muss auch sagen, also ich war mit Nicole und Hannah unterwegs.

00:20:34: Speaker Bei Hannah war es jetzt die erste Radreise, mit Nicole bin ich ja letztes Jahr schon einmal gefahren.

00:20:38: Speaker Und beide waren wieder mega begeistert davon, wie schnell innerhalb von wenigen Kilometern man im Urlaubsmodus ist.

00:20:44: Speaker Also wir sind wirklich den Mittwoch losgefahren.

00:20:47: Speaker Es hat keine zehn Kilometer gedauert und beide wussten nicht mehr, welcher Tag ist, welche Uhrzeit wir haben, sondern waren wirklich komplett in dem Modus von, ich kann abschalten, es ist Urlaub und wir waren halt einfach nur dreieinhalb Tage unterwegs.

00:20:59: Speaker Und das muss man betonen ohne Drogen, einfach nur Radfahren.

00:21:02: Speaker Ja, wirklich.

00:21:03: Speaker Den Tag vergessen, die Uhrzeit vergessen.

00:21:05: Speaker Ja, sensationell.

00:21:06: Speaker Also ich finde auch immer Radfahren einfach raufsetzen und dann, ja, dann ist es schon passiert.

00:21:10: Speaker Man ist schon im Urlaub.

00:21:11: Speaker Ja.

00:21:12: Speaker Also von daher, es ist Radreisezeit, setz dich auf dein Rad, schnapp dir dein Fahrrad, mach mal ein, zwei, drei Tage, also drei Tage ist schon wie ein anderer Urlaub für anderthalb Wochen, finde ich, weil du hast einfach selten, also wenig oder gar keine Anreise, du hast, setz dich einfach drauf und fährst los.

00:21:30: Speaker Fahr nicht mit dem Zug in den Ruhrpott.

00:21:32: Speaker Fahr nicht mit dem Zug in den Ruhrpott, genau.

00:21:35: Speaker Also das wird schwierig.

00:21:36: Speaker Dortmund ist ein ganz schwieriger Bahnhof, finde ich.

00:21:39: Speaker Aber naja, manchmal lässt sich das nicht umgehen.

00:21:43: Speaker Bis Münster geht es ganz gut.

00:21:44: Speaker Solltest du aber jetzt im Ruhrpott wohnen, ich verstehe jetzt, warum ihr alle nach Cuxhaven kommt.

00:21:50: Speaker Ja, und hier kann man auch Schwierrad fahren.

00:21:51: Speaker Wenn du hier Urlaub machst, nimm dein Fahrrad mit oder miete dir eins bei uns.

00:21:56: Speaker Rad und Tour Inside – Dein Blick hinter die Kulissen des Fahrradgeschäfts in Cuxhaven.

00:22:01: Speaker Thorsten, ich bin eben aus allen Wolken gefallen.

00:22:03: Speaker Ich glaube nicht, was mir passiert ist.

00:22:04: Speaker Ich habe gerade eine WhatsApp gekriegt von einer Bekannten, die hat mir eine Sprachnachricht geschickt und die sucht gerade ein Rad, womit sie Sport treiben kann, entweder Gravel oder Rennrad, da ist sie sich nicht so sicher.

00:22:16: Speaker Ihre Freunde versuchen sie zu beraten, die einen sagen Gravel, die anderen sagen Rennrad.

00:22:20: Speaker Sie ist sich unsicher, sie hat sich auch gar nicht auf so eine Marke festgelegt, sie will eigentlich nur was, was zu ihr passt und hat mich jetzt gefragt, ob das überhaupt lohnt, hier in Cuxhaven zum Fahrradhändler zu gehen und sich beraten zu lassen oder ob das nicht besser wäre, direkt in eine Großstadt wie Oldenburg oder Bremen oder Hamburg zu fahren.

00:22:37: Speaker Ja, das ist geil.

00:22:40: Speaker Also, dass du aus allen Wolken fällst, verstehe ich.

00:22:42: Speaker Also, ich müsste eigentlich sprachlos sein, aber mir fällt so viel auf einmal ein, was ich darauf antworten könnte.

00:22:48: Speaker Ich fange mal bei den Freunden an.

00:22:50: Speaker Ich fange mal bei den Freunden und Bekannten an.

00:22:53: Speaker Wenn dir Freunde und Bekannte raten, welches Rad du kaufen sollst, dann hör, also frag die erst gar nicht.

00:22:58: Speaker Frag die erst gar nicht.

00:23:00: Speaker Also es macht überhaupt gar keinen Sinn, jemanden zu fragen, der Rennrad fährt oder jemanden zu fragen, der Gravel fährt oder jemanden zu fragen, der E-Mount-Bike fährt oder sonst irgendwas.

00:23:08: Speaker Lass das sein.

00:23:09: Speaker Geh gleich zu den Fachleuten.

00:23:11: Speaker Also es gibt ja Menschen, die genau wissen, was sie brauchen.

00:23:15: Speaker Die brauchen auch keinen Fachhandel.

00:23:16: Speaker Die kaufen sich einfach ein Fahrrad, weil die alles über die Fahrräder wissen.

00:23:20: Speaker Ob die damit richtig liegen oder nicht, das ist so 50-50.

00:23:24: Speaker Die Hälfte davon kauft sich wirklich das perfekte Rad, die andere Hälfte kauft sich irgendeinen Scheiß und fährt nie wieder Fahrrad.

00:23:29: Speaker Das ist auch okay, aber wenn du nicht zu denen gehörst, die das wagen oder die sagen, ja, ich habe eigentlich gar nicht so viel Ahnung von Fahrrädern, also ich brauche noch eine Beratung, dann geh doch in ein Fahrergeschäft und lass dich beraten.

00:23:40: Speaker Und da ist es, jetzt kommt das Nächste, da ist es, glaube ich, wichtig, das richtige Fachgeschäft zu finden.

00:23:48: Speaker Natürlich sind wir das richtige Fachgeschäft, das ist gar keine Frage, aber ich will es mal allgemeiner machen, weil ja nicht alle jetzt hier in Cuxhaven sind und in Cuxhaven wohnen.

00:23:56: Speaker Also wenn du in ein Fahrradgeschäft gehst, braucht der Verkäufer für eine Beratung mindestens eine halbe Stunde, eher eine ganze Stunde.

00:24:06: Speaker Wenn er diese Zeit nicht hat, ungestört mit dir diese Zeit zu verbringen, dann brauchst du bei dem Geschäft auch nicht kaufen.

00:24:12: Speaker Das nächste Kriterium ist, wenn du redest, dann bist du in dem richtigen Fachgeschäft.

00:24:17: Speaker Wenn der Verkäufer redet, dann weißt du schnell raus.

00:24:21: Speaker Also wenn du zugetextet wirst und dir der Verkäufer erzählt, die Technik, jene Technik, das Feature ist da dran und das Fahrrad kann dies und das, dann verlass das Geschäft bitte fluchtartig.

00:24:34: Speaker Wichtig ist, dass der Verkäufer dir Fragen stellt.

00:24:36: Speaker Also was hast du vor, wo willst du fahren, wie brichst du das Fahrrad unter, worauf legst du viel Wert, was möchtest du erleben.

00:24:44: Speaker Also es sind hunderte Fragen, die der Verkäufer dir stellen muss.

00:24:50: Speaker Wir bei uns haben dazu einen geordneten Prozess und die Frage grundsätzlich eher Großstadt oder gehe ich eher zu einem Händler in einer kleineren Stadt, wie zum Beispiel Cuxhaven.

00:25:02: Speaker Ich würde da keinen Grundsatz festlegen, weil es gibt natürlich in den Großstädten auch vernünftige Fahrradgeschäfte.

00:25:08: Speaker Ich würde aber sagen von der Tendenz in den Großstädten eher die schlechteren und in den kleineren Städten eher die besseren.

00:25:15: Speaker Obwohl das natürlich keine Wahrheit ist, aber die Tendenz würde ich schon machen.

00:25:19: Speaker Also ich glaube, was so in ihrem Kopf wahrscheinlich vorgeherrscht hat, war, in Cuxhaven kann die Auswahl ja aktuell gar nicht so hoch sein, weil das ist ja nur eine kleine Stadt.

00:25:27: Speaker In einer Großstadt habe ich vielleicht einen Flächenmarkt wie ein XXL, wo ich auf jeden Fall eine Fahrradprobe fahren kann, was mir passt.

00:25:34: Speaker Okay, das kannst du bei uns auch auf jeden Fall ein Probefahren, was dir passt.

00:25:40: Speaker Zudem stellen wir das ja auch noch passend ein.

00:25:41: Speaker Also es ist perfekt für dich eingestellt.

00:25:43: Speaker Das kann kein XXL, das kann kein Flächengroßmarkt, das kann kein Decathlon, das können die Großen nicht.

00:25:50: Speaker Also wenn du wirklich ein Fahrrad suchst, auf dem du dich wohlfühlst, dann lässt du von den großen Märkten sowieso die Finger.

00:25:58: Speaker Das ist gar keine Frage.

00:25:59: Speaker Also alles, was über 3000 Quadratmeter groß ist, da würde ich auch nicht hingehen.

00:26:06: Speaker Das ist dann die nächste Gefahr.

00:26:08: Speaker Die haben ein anderes Verkaufskonzept.

00:26:10: Speaker Die leben davon, dass sie Räder durchschieben.

00:26:13: Speaker Das ist Masse, das Entscheidende.

00:26:14: Speaker Wenn du Masse willst, dann geht er hin.

00:26:17: Speaker Die Auswahl ist bei diesen Märkten nicht größer als zum Beispiel bei uns.

00:26:21: Speaker Also wir haben hier nur 300 Quadratmeter, aber wir haben auf 300 Quadratmeter eine ebenso große Auswahl wie Startler in Bremen, das größte Fahrradgeschäft Europas, hat keine größere Auswahl als wir.

00:26:34: Speaker Okay, das ist meine Aussage.

00:26:35: Speaker Aber das Gute ist, ich habe sie dahin gekriegt, dass sie einen Beratungstermin gebucht hat online und sich darauf riesig freut, weil ihr gar nicht bewusst war, was für eine Beratung wir, wie unsere Prozesse sind.

00:26:44: Speaker Ich habe ihr das dann erklärt, wie das bei uns abläuft und dass sie garantiert das perfekt passende Fahrrad findet und war dann wieder überrascht, wo ich mir denke,

00:26:51: Speaker Leben wir in so einer krassen Bubble, also wenn noch nicht mal der Bekanntenkreis von dir selber weiß, wie das bei dem Geschäft, für das du arbeitest oder für das du tätig bist, wieder die Beratung abläuft.

00:27:03: Speaker Also es ist scheinbar so, dass ich für mich vorausgesetzt habe, alle meine Freunde, Bekannten und Familie wissen ganz genau, was wir machen.

00:27:10: Speaker Ja, ich glaube, das ist nicht so.

00:27:12: Speaker Vielleicht ist es, das wäre auch noch mal gut, dass wir jetzt im Podcast noch mal drüber sprechen.

00:27:15: Speaker Wir müssen immer wieder und häufiger drüber sprechen.

00:27:17: Speaker Ich glaube, das ist natürlich kein Thema im täglichen Leben, wenn du nicht gerade ein Fahrrad suchst.

00:27:22: Speaker Also von daher, ja, ich glaube, das ist einmal die Bubble.

00:27:26: Speaker Zum Zweiten ist das unser Selbstverständnis, weil wir ganz genau darüber Bescheid wissen.

00:27:29: Speaker Ich habe das auch immer wieder festgestellt, wenn ich

00:27:33: Speaker Wenn ich mit Leuten rede, die keine Kunden bei uns sind und die mich dann damit konfrontieren, ja der und der war bei dir und den habt ihr wieder rausgeschmissen, weil er keinen Termin hatte.

00:27:43: Speaker Ich sage, nein, der ist nicht rausgeflogen, der hat einen Termin gekriegt und vielleicht wollte er den nicht und deswegen kommt er nicht wieder, das kann ja sein.

00:27:50: Speaker Aber der Termin ist bei uns eben wichtig und wenn ich dem dann erkläre, dass wir uns eine Stunde Zeit nehmen für die Beratung und dies exklusiv für den einen Kunden, der die Beratung hat und da gibt es keine Störung, kein Telefon, keinen anderen Kunden, keine andere Arbeit, nichts zwischendurch machen, nur dieser Kunde, nur der Fokus auf das Traumrad, auf dein Traumrad, absoluter Fokus, dass du zufrieden bist, dann sagen sie, ja, das ist doch toll.

00:28:14: Speaker Ja.

00:28:16: Speaker Verstehe ich gar nicht, warum ist der denn wieder weggegangen bei euch?

00:28:18: Speaker Ja, es ist eben nicht super kompatibel und du musst es genau wissen und du musst dich damit beschäftigen.

00:28:24: Speaker Dann finden es ja auch alle toll, wenn sie sich darauf eingelassen haben, finden alle Menschen das toll, was wir machen.

00:28:31: Speaker Es gibt halt nur ganz viele, die sich nicht darauf einlassen.

00:28:33: Speaker Deswegen freue ich mich natürlich, dass deine Freundin jetzt einen Beratungstermin hat und ich bin mir sicher, sie findet ihr Traumrad und ich garantiere sogar, sie findet ihr Traumrad und wenn nicht, dann gibt sie es halt wieder zurück, weil das ist unsere Wohlfühlgarantie.

00:28:46: Speaker Wenn du dich mit dem Rad nicht wohlfühlst, nehmen wir es wieder zurück.

00:28:49: Speaker Das Fahrrad-Highlight der Episode, präsentiert von Rad und Tour.

00:28:53: Speaker Aviolo 5.2, ein Stevens Bike, was ein bisschen besonders ist, finde ich.

00:28:59: Speaker Was ist denn das Besondere daran?

00:29:01: Speaker Also ich finde es besonders schön.

00:29:04: Speaker Ja, ich finde ja tatsächlich die ganzen neuen Stevens-Bikes sehr schön.

00:29:09: Speaker Aber was ist denn das Schöne daran?

00:29:10: Speaker Ja, also das stimmt.

00:29:12: Speaker Sie haben alle eine wirklich wunderschöne Formsprache.

00:29:15: Speaker Das Abiolo 5.2-Bike

00:29:19: Speaker Haben wir jetzt ein paar Mal auch als Forma-Variante verkauft, also mit dem tiefen Einstieg.

00:29:24: Speaker Ich finde die Farbe zumal schon mal sehr, sehr schön, so ein Light-Olive, aber jetzt stelle ich mir eher einen Grün vor, das ist mehr so ein helles Bronze, würde ich sagen.

00:29:33: Speaker Also schwer zu beschreiben, sieht aber total klasse aus und ich finde, dass es ein Fahrrad aus einem ganzen Guss ist, das passt einfach.

00:29:43: Speaker Ist der Nachfolger von dem Boulevard im Prinzip.

00:29:46: Speaker Wenn ihr das noch kennt von früher, für 1.499 Euro ein Fahrrad ohne elektrischen Antrieb, leicht mit unter 18 Kilo, in verschiedenen Größen, mit tiefem Einstieg, mit Mixte, mit Herrenrahmen.

00:30:00: Speaker Also alles ist möglich.

00:30:02: Speaker Und das ist ein tolles Rad für die Stadt, weil mit Riemenantrieb und Nabenschaltung hast du einfach ein leichtes Stadtrad, was immer funktioniert, auf das du dich hundertprozentig verlassen kannst.

00:30:13: Speaker Mit einer tollen Lichtanlage, mit einem tollen Gepäckträgersystem, wo du Körbe, Taschen, alles dranhängen kannst.

00:30:19: Speaker Also wirklich ein Allrounder, der auch noch schick aussieht, schlank ist und mit dem man echt Spaß hat.

00:30:28: Speaker Haben wir da?

00:30:50: Speaker Aber für so Tagestrips, 20, 30, 40 Kilometer Touren ist es durchaus auch geeignet.

00:30:56: Speaker Also von daher wirklich ein Allrounder, mit dem man alles machen kann, ob du zur Schule fährst, ob du zur Arbeit fährst, ob du nur deine täglichen Einkäufe machen willst, ein Rad, was wirklich alles kann, was extrem zuverlässig ist, wenig Wartung braucht.

00:31:10: Speaker Und insgesamt gut zu unserer Postkarte passt, kostet nur zwölf Tankfüllungen.

00:31:19: Speaker Zwölf kleine Tankfüllungen sogar nur.

00:31:21: Speaker Von einem ganz kleinen Tank.

00:31:22: Speaker Von einem ganz kleinen Tank, ja.

00:31:23: Speaker Hervorragend.

00:31:24: Speaker Also von daher, da hast du zwölf Tankfüllungen investiert und hast ein tolles Fortwägungsmittel.

00:31:30: Speaker Also, geh auf unsere Seite, mach einen Beratungstermin und dann fahr das mal Probe.

00:31:41: Speaker Meli, ausgegeben im Anlass Regel Nummer 75.

00:31:46: Speaker Die sagt was?

00:31:49: Speaker Weißt du doch ganz genau, ich habe es dir doch gerade schon erklärt.

00:31:53: Speaker Aber hast du deine Startnummer noch am Rad?

00:31:55: Speaker Ja, aber mein Rad habe ich seitdem auch nicht wieder bewegt.

00:31:57: Speaker Aha, das ist auch gut so, sonst wärst du ja schon gleich ein Regelverbrecherin gewesen.

00:32:02: Speaker Das bedeutet, die Startnummer bleiben am Rad?

00:32:05: Speaker Startnummer nur im Rennen, genau.

00:32:07: Speaker Startnummer nur im Rennen heißt die Regel und ich lese vor, was da steht.

00:32:12: Speaker Entferne deine Startnummer auf jeden Fall von deinem Rad, bevor du zu deiner nächsten Trainingsausfahrt aufbrichst.

00:32:18: Speaker Hast du ja noch nicht gemacht, von daher alles noch im grünen Bereich, Marlene.

00:32:22: Speaker Sehr gut.

00:32:23: Speaker Denn ganz gleich, wie cool du glaubst, dass sowas aussieht, es sieht nicht cool aus.

00:32:28: Speaker Es sei denn, du bist in einem Rennen.

00:32:29: Speaker In diesem Fall sieht es sehr cool aus.

00:32:32: Speaker Ja, das stimmt.

00:32:33: Speaker Wobei ich sagen muss, eine Freundin von mir ist es gerade erst passiert, dass sie vom Triathlon die Startnummer am Helm noch dran hatte.

00:32:41: Speaker Und das ist ihr dann auf der Arbeit aufgefallen.

00:32:43: Speaker Das war ja auch äußerst unangenehm.

00:32:45: Speaker Ich würde das auch als unangenehm empfinden, wenn ich noch mit Startnummern durch die Stadt fahre.

00:32:49: Speaker Das ist doof.

00:32:52: Speaker Ich weiß, dass früher bei der Transalp ich meine Startnummer nicht schnell genug vom Rad runterkriegen konnte.

00:32:58: Speaker Ja, aber es gibt halt auch coole Startnummern an der Sattelstütze.

00:33:03: Speaker Die lässt man vielleicht noch ein bisschen dran, die Stunden nach dem Rennen.

00:33:06: Speaker Dann sieht das Fahrrad noch so ein bisschen race-mäßig aus.

00:33:09: Speaker Aber beim Training müssen sie weg.

00:33:12: Speaker Alles klar, machen wir.

00:33:17: Speaker Stau auf der Straße, nix geht mehr voran.

00:33:24: Speaker Alle hupen laut, ich dreh' einfach an.

00:33:30: Speaker Regen oder Sonne, Wind von vorn.

00:33:36: Speaker Mein Rad hält mich fit und das Leben geht nach vorne.

00:33:42: Speaker Es gibt immer ein Teil der Lösung, kein Problem ist zu groß, wir finden die Bewegung.

00:33:48: Speaker Cycling is always the answer, you see, zwei Räder, ein Lächeln, that's the key.

00:33:54: Speaker Yeah, yeah, that's the key.

00:33:56: Speaker Kein paar Platzweide und breit in Sicht, doch mein Rad braucht das alles.

00:34:17: Speaker Bis zum nächsten Mal.

00:34:42: Speaker Von ein Fiasco, ob Kette im Arsch springt, wer schiebt, der singt und wer singt, der gewinnt.

00:34:48: Speaker Die Welt wird leichter, Pedal und Pedal und plötzlich ist alles gar nicht mehr so fatal.

00:34:58: Speaker Let's ride together, ride to the end.

00:35:07: Speaker Das ist immer ein Teil der Lösung für Kopf, für Herz und für Revolution.

00:35:13: Speaker Cycling is always the answer, my friend.

00:35:16: Speaker Let's ride together, ride to the end.

00:35:31: Speaker Kein Partner zweit und breit in Sicht, doch mein Rat braucht das alles nicht.

00:35:37: Speaker Ob Klimakrach oder Frust im Büro, ein kleiner Tritt und schon geht's los.

00:35:43: Speaker Fahrrad immer ein Teil der Lösung, kein Problem ist zu groß, wir finden die Bewegung.

00:35:49: Speaker Cycling is always the answer, you know me.

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